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![]() Foto: Jochen Klenk Regie: Crescentia Dünßer Am Mittag des neunzehnten August vor wenigen Jahren kommt Rabe, ein Fremder, in ein heruntergekommenes Viertel am Rande der Stadt. An diesem Tag geschieht dort ein Unfall und Rabe ist der einzige Augenzeuge. Ein Junge wird überfahren, von Polizistin Edna, die in einer wilden Verfolgungsjagd hinter Olaf her ist, den sie für einen landesweit gesuchten Attentäter hält. Olaf ist aber nur ein arbeitsloser Kokser, der sich das Auto "geliehen" hat. Es gehört der krebskranken und brustamputierten Karoline, ehemalige Kollegin von Susanne Schraube und Geliebte von Ludwig Schraube, die Eltern des getöteten Jungen. Oma Rosemarie Schraube ist alzheimerkrank und vergisst täglich, dass ihr Enkel tot ist. Und Peter versucht verzweifelt seinen Freund Olaf, der sein Zimmer nicht mehr verlässt, zurück ins Leben zu locken. Wenigstens hat sein Hund Humboldt endlich Arbeit gefunden, er bekommt einen Job als Nachtwächter und braucht dafür dringend einen neuen Namen. Dea Loher versammelt in „Das letzte Feuer“ – 2008 bei der Kritikerumfrage von "Theater heute" zum deutschsprachigen Stück des Jahres gewählt – Menschen, die alle etwas verloren haben, ein Kind, den Job, ein Körperteil, das Gedächtnis, die Hoffnung. Sie alle sind auf der Suche nach Sinn, Schönheit und Verstand. Es entsteht ein Szenario, das fast schon absurd wäre, käme es als realistisches Drama daher. Erzählt wird die Geschichte in der Rückschau von einem WIR, das sich aus Einzelstimmen der Beteiligten zusammensetzt und Stück für Stück die Ereignisse rekonstruiert. So entsteht eine sachliche Distanz, die trotz der Tragik einen irrwitzigen und grotesken Humor enthält. "Sind’s nicht tierisch?" sagte Ödön von Horváth einmal über seine Figuren – die Frage könnte ebenso gut von Dea Loher stammen, die über ihre Figuren sagt, sie seien "nicht traurig, nicht desolat, sondern hoffnungslos komisch." |
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